Das Wunderkorn Amaranth

Bei der Fülle an Superfood, die derzeit überall erhältlich ist, ist nicht immer so klar, was daran „Super“ ist, wofür es „Super“ ist und ob es auch für dich selbst ein „Superfood“ ist.

Grundsätzlich bietet uns die Natur eine große Fülle und Vielseitigkeit an wundervollen Pflanzen, Früchten und Gewürzen, die uns bei der Gesundung und beim weiterhin Gesundsein helfen können. Häufig Pflanzen, die bei Naturvölkern, naturverbundenen Generationen sowie Fachkundlern schon lange Anwendung finden, die in der sehr standardisierter Lebensmittelwelt mit großen Anbauflächen in Monokultur in Vergessenheit geraten waren. Glücklicherweise gibt es eine große Anzahl an Menschen, die derartiges Wissen wieder an die Oberfläche holen.

Jeder hat eine andere Lebenssituation und braucht somit wahrscheinlich auch etwas anderes, was ihn auf seinem Weg stärkt.

Wir haben uns mit Amaranth näher beschäftigt, weil sein Bekanntheitsgrad noch nicht, wieder, so groß ist, jedoch eine echte Bereicherung für die Essenbereitung sein kann.

 

Amaranth ein Superfood?

EIN SOGENANNTES PSEUDOGETREIDE, DAS SCHON VOR  ÜBER 9000 JAHREN GRUNDNAHRUNGSMITTEL WAR.

 

Herkunft

Amaranth ist eine alte Kulturpflanze, die bereits bei den Inkas in Peru und den Azteken in Mexiko bekannt und als Grundnahrungsmittel neben Bohnen und Mais angebaut wurde. Damit ist auch schon die langjährige kulturelle Heimat, Zentral und Südamerika, offenbart. Dies hat man auch durch antike Funde, die über 9000 Jahre alt sein sollen, in Mexiko herausgefunden. Faszinierend ist, dass Amaranth auch in die Rituale der damaligen Kulturen integriert waren. Daher wurde der Anbau von Amaranth von den „Eroberern“ aus Spanien im 16. Jahrhundert unter Androhung schlimmster Konsequenzen verboten. So wurde der Amaranth in dieser Zeit auch das Symbol des Widerstands. Für die Ureinwohner des Landes war der Amaranth eine Quelle für Mut und Kraft.

Wo ist der Amaranth beheimatet?

Vor allem in Zentral- und Südamerika

Ein Mythos oder was ist dran? Auch in Nepal, in der Mandschurei in Tibet und in Teilen Afrikas ist der Amaranth schon länger beheimatet.

Heute gehören Südamerika, China und Russland zu den Hauptanbaugebieten. In Deutschland wird dieser wohl viel in Baden-Württemberg angebaut.

 


 
 

Über die Pflanze des Amaranths

Botanisch gehört der Amaranth zu den Fuchsschwanzgewächsen und damit nicht zu den Süßgräsern wie unsere herkömmlichen Getreidesorten. Oft wird daher auch von Pseudogetreide besprochen. Amaranth wird vielfach wie sonst Getreide verwendet, hat jedoch deutliche Unterschiede.

Die Farben der Blüten sind Grünweiß, Rosa, Purpur bis Schwarzrot.

Die Pflanze

Die Farben der Blüten sind Grünweiß, Rosa, Purpur bis Schwarzrot.

Eine Pflanze kann bis zu 50000 Körner hervorbringen, wobei 1500 Körner etwa ein Gramm wiegen. Wer auch immer die Tätigkeit des Zählens übernehmen durfte, wir sind ihm dankbar, dass wir nicht selbst zählen brauchten. Auch heute ist noch die Ernte von Hand üblich.

Es gibt 60 Gattungen und mindestens 900 Arten. Superlative sind wohl in natürlicher Weise mit dieser Pflanze im Kontakt. Bei der Wachstumshöhe von einem halben bis drei Metern, kann wohl kein klassisches Getreide mithalten. Die Wachstumshöhe ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit und der Wasserverfügbarkeit.

Wobei diese Pflanze bereits mit einer geringen Bodenqualität bestens wächst, gedeiht und sonnige Plätze liebt. Daher ist Amaranth auch eine segensreiche Lösung in Regionen mit kargen Böden. Im Griechischen bedeutet amàranthos nicht welkend, unsterblich. Daher gilt Amaranth wohl auch als Symbol immerwährender Schönheit und Vollkommenheit.

Die Befruchtung erfolgt mittels Windes als Fremdbestäubung.

Je nach Art werden auch die jungen Blätter als spinatähnliches Gemüse bereitet und als chinesischer Spinat benannt, der in Asien sowie auch auf Kreta gerne gegessen wird.
 
 

Markante Nährwerte

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß. Der Aufbau von Eiweiß mag bei den verschiedenen Lebewesen variieren, die Grundbausteine sind jedoch die Aminosäuren.

Markante Nährwerte

Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, ideales Fettsäuremuster

Beim Menschen gibt es essenzielle und nicht-essenzielle Aminosäuren. Essenziell bedeutet, dass diese in Form von Nahrung aufgenommen werden müssen und nicht vom Körper selbst gebildet werden können. Hiervon gibt es acht Aminosäuren. Eine weitere gilt als semi-essenziell, weil sie beispielsweise nur in bestimmten Lebenssituationen wie in Wachstums- und gesundheitlichen Regenerierungsphasen essenziell ist oder teilweise vom Körper selbst gebildet werden kann.

Häufig heißt es, dass für eine gesunde Ernährungsweise, wie der veganen und vegetarischen, die Nährstoffdichte in den dort verwendeten Lebensmitteln nicht hoch genug sei. Ein gutes Beispiel, dass dies nicht stimmen muss, ist der Amaranth. Alle acht essenziellen Aminosäuren sowie die semi-essenzielle Aminosäure Histidin, sind im Amaranth enthalten.

Um ein Gespür für den Anteil an den empfohlenen Tagesmengen zu bekommen, haben wir hier ein Beispiel für eine Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 70 kg berechnet, für eine Amaranthportion von 63g. Dies ist eine Menge, die als Frühstück, erweitert um Früchte und Nüsse, einen Erwachsenen gut sättigen kann.

 

Aminosäure  Empfohlen  in 63 g Amaranth  % vom Tagesbedarf
Histidin

 70 mg

245,1 mg  350 %
Isoleucin

 1400 mg

 533,8 mg  38 %
Leucin  2730 mg  366,7 mg  13 %
Lysin  2100 mg  470,6 mg  22 %
Methionin  728 mg  142,4 mg  20 %
Phenylalanin  875 mg  341,5 mg  38 %
Threonin  1050 mg  351,5 mg  33 %
Tryptophan  280 mg  114 mg  41 %
Valin

 1820 mg

 427,8 mg  24 %

 

Buch Aminosäuren ISBN 9783864456442Als Basis für die Berechnung dienten die Zahlen des sogenannten Bundeslebensmittelschlüssels, in dessen Datenbank eine Fülle an Lebensmitteln mit über 100 Inhaltsstoffe je Lebensmittel ermittelt und gespeichert sind. Diese Daten ermittelt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und stellt diese für eine Lizenzgebühr interessierten Fachkundigen und Firmen zur Verfügung.

Wer sich intensiver mit dem Thema Aminosäuren beschäftigen möchte, dem sei das Buch Aminosäuren von Brigitte Hamann empfohlen. Dies ist im Kamasha-Shop hier erhältlich. Dort wird beispielsweise auch auf das Thema ideales Verhältnis von Aminosäuren für die Aufnahme im Körper eingegangen.

 

Vitamine

Markante Nährwerte

Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, ideales Fettsäuremuster

Auch bei den Vitaminen sieht es sehr erfreulich aus. Sieben der sogenannten Nervenvitamine, Vitamin B-Komplex, sind in Amaranth enthalten. Darüber hinaus Vitamin C und E. Der Gehalt beim Amaranth übersteigt die Werte des Weizens deutlich, zehnfach.
 

Mineralstoffe

Auch die Mineralstoffzusammensetzung des Amaranths gibt Anlass zur Freude. Kalium, Calcium und Magnesium sowie Schwefel sind in nennenswerter Menge enthalten. Wobei es für Schwefel keine Richtlinie seitens der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE, gibt. Jedoch ist Schwefel ein wichtiger Baustein für unseren Körper, der nicht so häufig in Lebensmitteln zu finden ist.
 

Spurenelemente

Kupfer, Eisen, Mangan und Zink, bereits in 63 g Amaranth, erfüllen für einen Erwachsenen in Form von 40 %, 38 %, 40 % und 24 % den Tagesbedarf. Es ist kaum vorstellbar, aber das ist noch nicht alles. Kommen wir gleich noch zum Thema Fett.

 

Fettsäuremuster von Amaranth

Fett ist nicht gleich Fett. Da häufig die klassische Ernährung fettreich ist, ist die Bedeutung der Qualität des Fettes umso bedeutsamer. Hier gibt es drei Gruppierungen die gesättigten Fettsäuren, die einfach ungesättigten Fettsäuren und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Keine dieser Gruppe ist an sich schlecht. Wie immer ist es eine Frage der Balance, der Zusammensetzung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, empfiehlt eine Zusammensetzung von einem Drittel gesättigten Fettsäuren und zwei Drittel einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Zusammensetzung im Amaranth liegt bei 29% ungesättigte Fettsäuren und 71% einfach und mehrfach gesättigten Fettsäuren. Im Hinblick auf die Empfehlung also ein perfektes Lebensmittel.

 

Tipps für den Umgang mit Nährwerten

Um Lebensmittel vergleichen zu könne, braucht es diese Zahlen. Jedoch ist es nur als Grundorientierung hilfreich, sich mit diesen Zahlen zu beschäftigen. Angenommen bei einem Menschen wird bei einer Analyse ein Wert ermittelt, der für ein Mineral zu niedrig liegt. Nun kann es sicher hilfreich sein, von diesem Mineral mehr aufzunehmen. Da unser Körper jedoch ein komplexer Organismus ist, kann dieser Wert ein Symptom sein, muss jedoch nicht die Dr. Ben Lynch Buch Schmutzige_Gene ISBN 9783962570422Ursache sein.

Hiermit hat sich Dr. Ben Lynch in seinem Buch „Schmutzige Gene“ sehr gründlich beschäftigt und seine Erkenntnisse in diesem Buch zusammengestellt. Seine Empfehlungen im Hinblick auf die Bedeutung von Fleisch und die dazugehörigen Rezepte nicht zeitgemäß. Der Hauptteil des Buches liefert jedoch, in einem leichten Schreibstil, Erkenntnisse für das Zusammenspiel der verschiedenen Körperfunktionen und auch der Ausweichlösungen. Er ermutigt den Leser sich aktiv mit seinem Körper zu beschäftigen und zeigt Wege anhand von zahlreichen Patientenbeispielen für die Gesundung, für scheinbar Unmögliches, auf. Dieses Buch ist auch im Kamasha-Shop hier erhältlich.

 

Gesundheitliche Aspekte

Mit all diesen Zahlen wirkt Amaranth also genial. Was bedeutet das im Hinblick auf die gesundheitliche Wirkung für den Körper?

Gesundheitliche Aspekte

positive Wirkung auf Blutfettwerte, Bluthochdruck, Übergewicht und hohe Blutzuckerwerte…

  • Durch den hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, wirkt Amaranth positiv auf den Blutzuckerhaushalt ein, da dieser nach dem Essen nur langsam ansteigt und somit die Bauchspeicheldrüse zu keiner extremen Reaktion inspiriert. Es wird manchmal auch als hilfreich beim „Wohlstandssyndrom“ beschrieben: positive Wirkung auf Blutfettwerte, Bluthochdruck, Übergewicht und hohe Blutzuckerwerte.
  • Magnesium zusammen mit hochwertigem Eiweiß wirken positiv auf die Sauerstoffnutzung im Körper und die Leistungsfähigkeit des Herzens
  • Amaranth wirkt stärkend auf die Darmgesundheit und das Immunsystem. So wird beispielweise Menschen mit Zöliakie, einer entzündlichen Erkrankung der Darmschleimhaut, die keinerlei glutenhaltiges Essen ermöglicht, was in klassischem Getreide enthalten ist, empfohlen. Dies wurde auch in wissenschaftlichen Studien bestätigt.
  • Liefert Power fürs Gehirn

Tipp:

Amaranth-Öl wird in hochwertiger Kosmetik verwendet, da es schützend wirkt vor freien Radikalen und UV-Strahlen, und wirkt auch positiv bei Hauterkrankungen.

 

 

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