Teil 4: Kokosblütenzucker

 

Ein Kommentar vorab

Bei allen Alternativen für den klassischen Haushaltszucker, Saccharose, liegt die Bewertung der Eignung im Auge des Betrachters.

Warum möchtest Du eine Zuckervariante wählen?

  • Soll er natürlicher sein, im Sinne möglichst wenig industrieller Arbeitsschritte hinter sich haben, bis dieser bei Dir ist?
  • Oder natürlich im Sinne der Herkunft des Ausgangsmaterials bei der Herstellung?
  • Soll die Zuckervariante aus Produkten entstehen, die auch in Deinem Heimatland wachsen?
  • Möchtest Du eine Möglichkeit, die Deinen Stoffwechsel im Hinblick auf Insulin entlastet?
  • Spielt der Geschmack eine wichtige Rolle?
  • Sind die Anwendungsmöglichkeiten besonders wichtig für Dich?

Für welches Produkt oder welche Süßungsvariante Du Dich auch entscheidest, es lohnt sich, bei Produkten auf die Qualität zu achten.  Dafür ist es hilfreich, mehr Informationen über die Süßungsvarianten zu haben.
Wir freuen uns, wenn Dir unsere Beiträge dabei hilfreich sind.

Nun wollen wir uns den Kokosblütenzucker näher ansehen.

 

Was ist Kokosblütenzucker?

Kokosblütenzucker wird aus dem Saft, dem Nektar, der Blüten der Kokospalme Cocos nucifera durch Einkochen und Kristallisation gewonnen.

Es gibt mehrere Palmen, die für die Zuckergewinnung genutzt werden. Kokosblütenzucker ist ein Palmzucker, aber Palmzucker ist nicht unbedingt Kokosblütenzucker.

Er liegt in der Regel als braunes, körniges Pulver vor. Kokosblütenzucker schmeckt nicht nach Kokosnuss, sondern würzig und nach Karamell. Wie gewöhnlicher Haushaltszucker besteht er aus weit über 90% aus Saccharose, mit einem geringen Anteil an Glucose und Fructose. Daneben sind Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Proteine, Fette und Fasern enthalten, die jedoch als Hauptquelle für den täglichen, Bedarf aufgrund der Menge, einen geringen Anteil beitragen.

Zu den möglichen Vorteilen gehören, dass er natürlich, pflanzlich, kaum verarbeitet, das heißt unraffiniert, glutenfrei und vegan ist. Er enthält keine Zusatzstoffe, keine Konservierungsmittel und keine Farbstoffe.

 

 

Natürliches Vorkommen

  • Die Kokospalme oder Kokosnusspalme, Cocos nucifera, ist ein tropisches Palmengewächs, an dem die Kokosnuss wächst. Cocos nucifera ist die einzige Art der Gattung. Kokospalmen werden seit mindestens 3000 Jahren angebaut.
  • Die Kokospalme bietet den Bewohnern tropischer Küsten eine hervorragende Nahrungs- und Rohstoffquelle: mit ihren Früchten als gehaltvoller Nahrung und Getränk, roh oder vergoren, ihrem Holz als Baumaterial für Hütten, ihren Blättern als Dachbedeckung, ihren Fasern zum Flechten von Hauswänden, Körben, Matten, Seilen und den trockenen Kokosnussschalen als Brennmaterial.
  • So liefert beispielsweise eine 0,2 Hektar große Plantage, mit 35 Palmen, genug trockene Blätter, Spathen und Steinschalen, um den Jahresbedarf von 2500 bis 3600 kg Brennstoff einer fünfköpfigen Familie zu decken, bei einem Tagesbedarf von etwas 7 bis 10 kg.
  • Die Palme trägt das ganze Jahr über Früchte, die in ihrer Krone in Gruppen verschiedener Entwicklungsstadien wachsen, so dass reife Kokosnüsse ständig nachwachsen. Allerdings gehören die Kokosnüsse nicht, wie der Name uns annehmen lässt, zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten.
  • Der Ertrag liegt bei durchschnittlich 30 bis 40 reifen Früchten pro Palme und Jahr, in Sri Lanka beispielsweise bei 50 bis 80 Früchten. An optimalen Standorten können aber auch zwischen 70 und 150 „Nüsse“ pro Jahr geerntet werden.
  • Eine Kokospalme bringt bisher so für über 70 Jahre Nektar hervor.

 

Herstellung

Der Kokosblütenzucker hat seinen Ursprung in den Blüten der Kokospalme: Sie werden aufgeschnitten und der herausfließende Nektar mit einer Schale aufgefangen. Eine Palme kann am Tag bis zu zwei Liter Nektar abgeben. Daraus entstehen etwa 500 Gramm Kokosblütenzucker.

Der Nektar wird dann eingekocht, bis eine bröselige Masse entsteht. Diese muss nur noch trocknen und kann dann verpackt werden.

Fast der gesamte Kokosblütenzucker in Deutschland stammt aus Südostasien. Vor allem in Thailand und Indonesien wird der Nektar aus den Kokospalmen gesammelt und zu Zucker weiterverarbeitet.

Kokosplantagen können nachhaltig oder konventionell geführt sein. Grundsätzlich müsste eine Kokospalme für die Herstellung von Kokosblütenzucker nicht gefällt werden. Wird nicht abgeholzt, kann Regenwald geschützt werden und es werden auch keine neuen Flächen für den Anbau der nächsten Kokospalmen gebraucht.

Künstliche Dünger und Pestizide werden beim Anbau von Kokospalmen in der Regel nicht verwendet. Da der größte Teil der weltweiten Kokosernte im Bereich der Verantwortlichkeit der Kleinbauern liegt, die sich derartige Chemikalien gar nicht leisten könnten, wird der Natur die Chance gegeben. Als natürliches Düngemittel werden häufig verrottende Kokosnussschalen und Palmwedel verwendet.

 

Wirkung und Anwendung

  • Der glykämische Index ist etwas tiefer als bei der Saccharose. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen von Kokosblütenzucker weniger stark ansteigt.
  • Kokosblütenzucker kann 1:1 mit weißem Zucker ausgetauscht werden.
  • Zum Backen ist der Kokosblütenzucker nicht so gut geeignet, da er im Teig leicht Klumpen bildet und nicht so gut aufgeht, wie wir das vom Haushaltszucker kennen.
  • Beim Kochen mit Kokosblütenzucker braucht es mehr Aufmerksamkeit, da sich dieser langsamer löst.

 

Gesundheitliche Aspekte

cd Oronos OMTja, wie gesund ist der Kokosblütenzucker nun?

Es ist Zucker.

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.

Theophrastus Bombast von Hohenheim (1493 – 1541), Paracelsus genannt, war ein schweizerisch-österreichischer Arzt, Alchemist und Astrologe.

 

 

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